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Familienrecht

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Von weitem sieht eine Ehe  

außerordentlich einfach aus.“ – Hans Fallada 

Dass es nicht immer einfach ist, zeigen die Scheidungen seit den 90er-Jahren. Denn jede dritte Ehe wird mittlerweile geschieden. Wenn es hakt und klemmt und die glückliche Vergangenheit nur noch in der Erinnerung existiert, ist es wichtig, sich mit dem Familienrecht auseinanderzusetzen. Das Familienrecht befasst sich mit allen Bereichen rund um die Ehe, dazu gehören unter anderem Umgangsrecht, Sorgerecht, Unterhalt, Vermögen.  

Scheidung 

In § 1565 BGB ist klar geregelt, wann eine Ehe überhaupt geschieden werden kann. Das ist nämlich nur dann möglich, wenn das Trennungsjahr vorüber ist und alle offenen Fragen geklärt sind. Zum Scheidungstermin sollten Ehepartner unbedingt eine sinnvolle Entscheidung über die Finanzen, das Sorgerecht der Kinder und die Eigentumsverhältnisse getroffen haben. Dazu empfiehlt sich auf jeden Fall ein Fachanwalt für Familienrecht, der den vollständigen Prozess begleitet. Die Scheidung ist nach einer Frist von vier Wochen rechtskräftig, in dieser Zeit haben Partner die Möglichkeit, Widerspruch gegen die Entscheidung des Familiengerichts einzulegen. Anders als vor Jahren noch, müssen nicht mehr beide Partner mit der Scheidung einverstanden sein.  

Zugewinnausgleich? 

Für den Fall, dass kein Ehevertrag besteht und auch keine anderen Vereinbarungen getroffen worden sind, ist die Zugewinngemeinschaft üblich. Das bedeutet, dass alles, was in der Ehe erwirtschaftet wurde, zur Hälfte geteilt wird. Diese Reglung soll verhindern, dass ein Ehepartner benachteiligt wird, wenn beispielsweise ein Partner wegen der Kindeserziehung beruflich zurückstecken musste.  

Haben Ehepartner allerdings eine Gütergemeinschaft oder Gütertrennung, entfällt der Zugewinnausgleich. Generell bleiben Finanzen, Immobilien und andere Werte, die vor der Ehe existierten, davon unberührt. Es wird tatsächlich nur das einbezogen, was während der Ehe hinzugekommen ist.  

Gut zu wissen: Ein Zugewinnausgleich erfolgt übrigens ausschließlich auf Antrag an das Familiengericht. Deshalb steht es Eheleuten frei, sich außerhalb des Scheidungsverfahrens über das Vermögen zu einigen. 

Sorgerecht 

Das Sorgerecht ist ein oftmals komplexer Teil des Familienrechts. Meistens behalten Elternteile nach der Trennung ihr Sorgerecht. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht ist hingegen nur gültig für den Elternteil, bei dem die Kinder leben. Grundsätzlich sollten Eltern bereits im Vorfeld klare Regelungen treffen, die den Kontakt, die Besuchszeiten und alle anderen relevanten Dinge beinhalten. Denn sind sich Eltern uneinig darüber, entscheidet der Richter. Gilt das gemeinsame Sorgerecht als nicht zumutbar, kann dieses ebenfalls auf einen einzigen Erziehungsberechtigten übertragen werden.  

Unterhalt 

Der Elternteil, bei dem die Kinder nach der Scheidung leben, muss seiner Unterhaltspflicht im sogenannten Naturunterhalt nachkommen, wie Verpflegung und Unterkunft, während der andere Elternteil, bei dem die Kinder nicht leben, den Barunterhalt zu leisten hat. Als Grundlage für die Höhe dient die Düsseldorfer Tabelle, die sich nach dem Gehalt und das Alter des Kindes richtet. Wer die Zahlungen aus finanziellen Gründen nicht aufbringen kann, muss alternativ staatlichen Unterhaltsvorschuss beanspruchen. Allerdings beläuft sich diese Summe zumeist auf deutlich weniger als die tatsächliche Verpflichtung. 

Zu beachten ist, dass der Scheidungsantrag nur von einem Anwalt eingereicht werden kann. Ein Anwalt ist bei einer Scheidung nicht nur unverzichtbar, sondern er regelt zudem auch noch alle anderen Belange rund ums Familienrecht wie: Klärung aller Fragen zur Hausrataufteilung, Vermögensauseinandersetzung und zum Trennungsunterhalt, Betreuung bei der Regelung von Sorgerecht, Umgangsrecht und Kindesunterhalt und Vertretung vor Gericht. 

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